Spezifikation
| Bezeichnung | Ipamorelin (NNC 26-0161) |
| Sequenz | Synthetisches Pentapeptid (Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH2) |
| Molekulargewicht | ≈711,9 Da |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 5 mg, 10 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke (100 mg gesamt) |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
Wirkmechanismus
Ipamorelin ist ein synthetischer Pentapeptid-Agonist am Wachstumshormon-Sekretagogen-Rezeptor (GHS-R). Dieser Rezeptor gehört zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und wird in der Forschung über den Ghrelin-Signalweg charakterisiert. Die Ligandenbindung an GHS-R aktiviert intrazelluläre Second-Messenger-Kaskaden, die in Somatotrophen-Zelllinien und primären Kulturmodellen die Freisetzung von Wachstumshormon messbar steuern. Im Vergleich zu breiter wirkenden GHRP-Analoga wird Ipamorelin in präklinischen Modellen häufig genutzt, weil die Aktivierung des GHS-R-Pfads mit geringerer Nebenwirkung auf Prolactin-, ACTH- und Cortisol-Achsen einhergeht. Das Molekül eignet sich damit als definierter Referenzligand für selektive Rezeptorstudien. Wer Ipamorelin kaufen möchte, nimmt den selektiven GHS-R-Agonisten mit 10 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Das Lyophilisat wird im Labor mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel rekonstituiert. Dabei wird das Lösungsmittel langsam an der Gefäßwand zugegeben und die Zubereitung vorsichtig gemischt, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Die entstandene Lösung wird zeitnah verarbeitet, da das Peptid in gelöster Form empfindlicher auf Umgebungseinflüsse reagiert. Bis zur Verwendung wird das Reagenz vor direkter Lichteinwirkung geschützt. Volumen- oder Konzentrationsangaben sind nicht Teil dieser Beschreibung; die Parameter werden vom durchführenden Labor im eigenen Protokoll festgelegt.
In-vitro-Forschung
In der In-vitro-Forschung dient Ipamorelin als Referenzligand für kompetitive Bindungsstudien an rekombinantem oder nativen GHS-R. In cAMP-Reporter-Assays und Calcium-Imaging-Setups lässt sich die Rezeptoraktivierung konzentrationsabhängig quantifizieren. Hypophysäre Zellmodelle nutzen das Peptid, um die GH-Freisetzung nach GHS-R-Stimulation zu verfolgen und mit anderen Sekretagogen zu vergleichen. Für Struktur-Wirkungs-Analysen im GHRP-Feld liefert Ipamorelin eine kompakte Pentapeptid-Referenz mit klar zugeordnetem Rezeptorprofil. Verdünnungsreihen aus dem Lyophilisat unterstützen Konzentrations-Wirkungs-Kurven in multiplen Replikaten.
Qualität und Analytik
Jede Charge von Ipamorelin wird per HPLC auf ihre Reinheit geprüft; der Gehalt liegt bei ≥99 %. Ergänzend bestätigt eine Identitätsprüfung die Pentapeptidsequenz und damit die Zuordnung zum GHS-R-Agonisten NNC 26-0161. Die Ergebnisse werden chargenbezogen dokumentiert. Diese analytische Charakterisierung schafft eine verlässliche Grundlage für den Vergleich von Messreihen und für die Reproduzierbarkeit von GHS-R-Assays im Labor.
Verfügbare Mengen pro Vial: 5 mg, 10 mg. Box mit 10 Vials.