Spezifikation
| Bezeichnung | Semax (ACTH(4-7)-Analog) |
| Sequenz | Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro |
| CAS-Nummer | 80714-61-0 |
| Molekulargewicht | 813,92 Da |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 30 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
Wirkmechanismus
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid und ein Analog des ACTH(4-7)-Fragments. In der Fachliteratur wird das Peptid in neurobiologischen Zellkultur- und Rezeptorbindungsmodellen beschrieben. Untersucht werden dabei Signalwege im zentralen Nervensystem auf zellulärer Ebene, einschließlich der Regulation neurotropher Faktoren. Als definierte Referenzsubstanz ermöglicht Semax den Vergleich von Bindungsverhalten und Signalübertragung zwischen unterschiedlichen Zellmodellen. Die Heptapeptidsequenz grenzt das Analog klar von längeren ACTH-Fragmenten in Bindungsexperimenten ab. Wer Semax kaufen möchte, findet das ACTH-Fragment mit 30 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Das Lyophilisat wird im Labor mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel rekonstituiert. Die Lösung wird zeitnah verarbeitet, um den definierten Zustand der Probe zu erhalten. Direkte Lichteinwirkung wird vermieden, gearbeitet wird mit sauberen Laborgeräten und frisch vorbereiteten Arbeitslösungen. Für die Aufteilung in Teilproben empfiehlt sich ein protokolliertes Vorgehen, damit Volumen, Zeitpunkt und Konzentration jeder Aliquote nachvollziehbar bleiben. Arbeitslösungen werden unmittelbar vor dem Experiment vorbereitet.
In-vitro-Forschung
Semax wird als Referenzsubstanz in der In-vitro-Forschung eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen Rezeptorbindungsstudien und neurobiologische Zellmodelle, in denen die Interaktion des Peptids mit zellulären Zielstrukturen untersucht wird. Weitere Anwendungen liegen in der Charakterisierung von Signalwegen, in Vergleichsreihen mit strukturverwandten Peptiden und in der Methodenentwicklung für zellbasierte Assays. Alle Arbeiten erfolgen unter kontrollierten Bedingungen in der Zellkultur. Reporter- und Bindungsassays nutzen Semax als Positivkontrolle in neurobiologischen Versuchsreihen.
Qualität und Analytik
Jede Charge wird per HPLC auf ihre Reinheit geprüft; angegeben wird ein Wert von ≥99 %. Zusätzlich bestätigt eine Identitätsprüfung die Heptapeptidsequenz Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro. Die Lyophilisate werden als Box mit zehn Vials identischer Stärke konfektioniert. Analytische Kenngrößen wie Reinheit, Identität und Molekulargewicht werden chargenbezogen dokumentiert, sodass jede Versuchsreihe auf eine einheitlich charakterisierte Ausgangssubstanz zurückgreifen kann. Die Dokumentation umfasst Chargenkennung, Reinheit und Identität der Heptapeptidsequenz für jede Box.