EL-17· Forschungspeptid
Semax
Chargenanalytik · >99 % Reinheit
Abbildung beispielhaft; Aussehen und Verpackung können abweichen. 10 unbeschriftete Vials, Kennzeichnung nur auf der Kit-Verpackung. Maßgeblich ist die gewählte Stärke.
EL-17· Forschungspeptid
Chargenanalytik · >99 % Reinheit
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Nur Research Use Only (RUO)
Tier I · Synthese-QC
Tier I · Synthese-QC
Intern · pro Schritt
RP-HPLC, MS-Konfirmation, Sequenz-Verifikation im Reinraum.
Tier II · In-Process
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Charge · Final
Identität, Reinheit, Wirkstoffgehalt vor Freigabe.
Tier III · Drittlabor
Tier III · Drittlabor
Extern · unabhängig
HPLC, ICP-MS und Mikrobiologie durch akkreditiertes Labor.
953
zufrieden
99,41 %
Ø Reinheit 2026
4,8 ★
Shop-Bewertung
EL-17 · Referenzdaten
Heptapeptid · ACTH(4-7)-Analog
Semax ist ein synthetisches Peptid aus sieben Aminosäuren. Seine Sequenz entspricht dem ACTH-Fragment (4-7), ergänzt um Prolin, Glycin und Prolin, daher die Schreibweise ACTH(4-7)PGP. Aus dieser kurzen Kette ist ein eigenständiges Forschungsprofil entstanden, das sich vor allem auf Vorgänge im Gehirngewebe richtet.
Bemerkenswert ist das Verhältnis von Größe und Bandbreite: Der Aufbau aus sieben Bausteinen ist überschaubar, die untersuchten Ebenen reichen von der Genexpression über einzelne Signalproteine bis zu Messwerten bei Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall.
Semax ist nicht das vollständige ACTH. Untersucht werden zentrale Vorgänge im Gehirngewebe, nicht die hormonellen Aufgaben des Ausgangshormons. Gerade diese klare Abgrenzung macht das Molekül für die experimentelle Arbeit attraktiv: eine definierte Sequenz, ein eindeutig beschriebener Aufbau und ein Forschungsfeld, das sich präzise eingrenzen lässt.
Die kurze Kette wird synthetisch hergestellt und ist als chemisch definierte Substanz verfügbar. Dadurch lassen sich Ergebnisse aus verschiedenen Versuchsreihen besser aufeinander beziehen, als es bei uneinheitlichen Ausgangsmaterialien möglich wäre.
Das Modell, an dem Semax am häufigsten untersucht wird, ist die zerebrale Ischämie mit anschließender Reperfusion. Dabei wird die Durchblutung eines Hirnareals unterbrochen und später wieder freigegeben. Besonders die zweite Phase ist biologisch ereignisreich: Mit dem zurückkehrenden Sauerstoff treten oxidativer Stress, Entzündungssignale und eine veränderte synaptische Aktivität auf.
Genau dort setzt die Transkriptom-Untersuchung an. Nach einer zeitweisen Okklusion der mittleren Hirnarterie bei Ratten zeigte die RNA-Sequenzierung des Hirngewebes ein verschobenes Genprofil: Entzündungsassoziierte Gene wurden schwächer exprimiert, Gene der Neurotransmission stärker.
Gene sind gewissermaßen der aktuelle Arbeitsplan einer Zelle: Was sie bauen kann, hängt davon ab, welche Abschnitte gerade abgelesen werden. Verschiebt sich dieses Profil in Richtung Signalübertragung und weg von entzündlichen Programmen, deutet das darauf hin, wie das Peptid den Umgang mit Reperfusionsstress beeinflusst. Solche Veränderungen sind molekulare Signale aus dem Rattengewebe und noch keine am Menschen beobachteten Verläufe.
Eine zweite Untersuchung im selben Modell ging eine Ebene tiefer und betrachtete die Proteine selbst. Nach Ischämie und Reperfusion bei Ratten fand sich mehr aktives CREB, während ausgewählte entzündungs- und zelluntergangsassoziierte Proteine zurückgingen; das Muster unterschied sich je nach Hirnregion (Proteinprofil im Rattenmodell).
CREB ist ein Transkriptionsfaktor, der Signale aus dem Zellinneren in Genprogramme übersetzt. Wird er stärker aktiviert, kommen Anpassungs- und Überlebensprogramme in Gang, die unter anderem die Plastizität von Synapsen betreffen. Dass gleichzeitig Entzündungsmarker schwächer ausfallen, passt zum Bild aus der Transkriptomstudie.
Dass einzelne Areale unterschiedlich reagieren, ist für Hirngewebe typisch: Regionen unterscheiden sich in Stoffwechsel, Zellzusammensetzung und Empfindlichkeit gegenüber Durchblutungsstörungen. Für die Forschung ist gerade diese Differenzierung interessant, weil sie zeigt, wo ein Peptid ansetzt und wo nicht.
Der Schritt vom Modell zum Menschen wurde in der Semax-Forschung tatsächlich vollzogen, allerdings in einem klar umrissenen Setting. In einer Vergleichsstudie mit 110 Patientinnen und Patienten nach ischämischem Schlaganfall wurden Semax-Untergruppen während einer Rehabilitation begleitet. Dort lagen die BDNF-Werte im Plasma höher, und der Barthel-Index, der die Selbstständigkeit im Alltag abbildet, verbesserte sich günstiger.
BDNF ist ein Wachstumsfaktor, der die Bildung, Stabilisierung und Anpassung von Synapsen begleitet. Plasma-Werte gelten in der Forschung als gut zugänglicher Marker für diese Vorgänge, auch wenn sie nur indirekt etwas über das Geschehen im Gehirn aussagen.
Die Studie untersuchte zugleich, zu welchem Zeitpunkt die Rehabilitation beginnt, und verglich Untergruppen miteinander. Eine Verblindung oder randomisierte Zuweisung ist im Abstract nicht beschrieben, und alle Teilnehmenden erhielten parallel eine rehabilitative Behandlung. Der beobachtete Zusammenhang lässt sich deshalb nicht allein dem Peptid zuschreiben. Für gesunde Menschen ohne Schlaganfall folgt daraus kein Hinweis auf Konzentration oder Gedächtnisleistung.
Semax ist mit 5 mg, 10 mg und 30 mg Wirkstoffmasse pro Vial erhältlich. Die Angabe beschreibt die Menge des Peptids im Vial, nicht seine Konzentration; die Wahl richtet sich nach dem Umfang des geplanten Experiments.
Wer die beschriebenen Mechanismen selbst nachvollziehen möchte, bekommt damit eine klar definierte Ausgangssubstanz für die Laborarbeit. Jetzt Semax kaufen und die passende Variante im Shop auswählen.
Jede Charge wird vor der Auslieferung von einem unabhängigen Labor mittels HPLC analysiert. Wir dokumentieren Reinheit (Ø 99,41 % im Jahr 2026), Massenspektrometrie-Identität und Sterilität. Die Produktion erfolgt nach GMP-Standards in ISO-zertifizierten Laboren.
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid mit der Sequenz ACTH(4-7)PGP: der Kern des ACTH-Fragments (4-7), verlängert um die drei Aminosäuren Prolin, Glycin und Prolin. Es entspricht nicht dem vollständigen ACTH und wird in der Forschung als eigenständiges Molekül behandelt.
Weil sich daran beobachten lässt, wie ein kurzes Peptid auf Entzündungs- und Neurotransmissionsprogramme reagiert. Nach einer zeitweisen Unterbrechung der Hirndurchblutung bei Ratten wurden entzündungsassoziierte Gene schwächer und neurotransmissionsbezogene Gene stärker abgelesen.
Ja, aus der Schlaganfall-Rehabilitation: In einer Vergleichsstudie mit 110 Betroffenen lagen die BDNF-Werte im Plasma in den Semax-Untergruppen höher, und der Barthel-Index verbesserte sich günstiger. Eine Verblindung oder randomisierte Zuweisung ist im Abstract nicht beschrieben, und alle Teilnehmenden erhielten parallel eine Rehabilitation.
Sie unterscheiden sich in der Wirkstoffmasse pro Vial. Die Angabe bezeichnet die Menge des Peptids, nicht seine Konzentration, und richtet sich nach dem Umfang des geplanten Experiments.
Die vorliegenden Daten stammen aus Rattenmodellen zur Hirnischämie und aus einer Rehabilitationsstudie mit Schlaganfallbetroffenen. Für gesunde Personen ohne Schlaganfall ergibt sich daraus keine belegte Aussage zu kognitiven Effekten.