Spezifikation
| Bezeichnung | VIP (Vasoaktives intestinales Peptid) |
| Sequenz | Natürliches 28-Aminosäuren-Peptid |
| Molekulargewicht | ≈3,33 kDa |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 10 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
VPAC-Rezeptoren und cAMP-Signalweg
VIP ist ein endogenes Neuropeptid aus 28 Aminosäuren, das in der Forschung über die Rezeptoren VPAC1 und VPAC2 charakterisiert wird. Beide Untertypen gehören zur Sekretin-Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und koppeln über Gs; die Agonistenbindung führt typischerweise zu erhöhtem zytoplasmatischem cAMP und Aktivierung der Proteinkinase A. VIP und PACAP teilen sich teilweise dieselben Rezeptorprofile, weshalb Bindungs- und Funktionsassays oft beide Liganden parallel einsetzen. In Dünndarm-, Nerven- und Immunzellmodellen exprimieren Zelllinien VIP-Rezeptoren unterschiedlich stark; das synthetische Peptid spiegelt diese Signalkaskaden in kontrollierten In-vitro-Systemen wider und dient als Referenzagonist für Adenylatcyclase-Aktivität und nachgeschaltete Genexpression. Wer VIP kaufen möchte, nimmt das vasoaktive intestinale Peptid mit 10 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Das lyophile VIP-Pulver wird im Labor mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel rekonstituiert. Das Lösungsmittel wird langsam an der Gefäßwand zugegeben; anschließend wird die Zubereitung vorsichtig gemischt, bis sich das Peptid vollständig gelöst hat. In gelöster Form reagiert VIP empfindlicher auf Umgebungseinflüsse, daher erfolgt die Weiterverarbeitung zeitnah. Bis zur Verwendung wird das Reagenz vor direkter Lichteinwirkung geschützt. Konzentration und Volumen legt das durchführende Labor im eigenen Protokoll fest; diese Beschreibung enthält keine festen Verdünnungsvorgaben.
In-vitro-Anwendungen
In der In-vitro-Forschung dient VIP als Referenzligand in kompetitiven Bindungsassays an VPAC1 und VPAC2 sowie in cAMP-Akkumulationsassays, in denen die Agonistpotenz gegenüber anderen Sekretin-Familien-Liganden quantifiziert wird. Neuronale und gliale Kulturen nutzen VIP, um synchronisierte Zellantworten, Neuroprotektionssignale und die Freisetzung entzündlicher Mediatoren auf Peptidstimulation zu untersuchen. Immun- und Epithelzellmodelle setzen VIP ein, um MAPK- und cAMP-abhängige Parameter zu verfolgen. Die gute Löslichkeit des Lyophilisats nach Rekonstitution erleichtert definierte Verdünnungsreihen für Konzentrations-Wirkungs-Kurven in Second-Messenger- und Reportergen-Assays.
Qualität und Analytik
Jede Charge wird per HPLC auf Peptidgehalt und Reinheit geprüft; der Reinheitswert liegt bei ≥99 %. Ergänzend bestätigt eine Identitätsprüfung das 28-Aminosäuren-Gerüst des Moleküls. Die Ergebnisse werden chargenbezogen dokumentiert und gelten für die angebotene 10-mg-Stärke. Diese analytische Charakterisierung schafft eine verlässliche Grundlage für reproduzierbare Bindungsdaten und parallele cAMP-Messreihen im Labor.