VIP kaufen: Vasoaktives intestinales Peptid
Ein Peptid, das den Gefäßtonus beeinflusst und zugleich epitheliale Transportprozesse in den Atemwegen anspricht: Diese Doppelrolle macht VIP zu einem besonders interessanten Forschungspeptid. Chemisch handelt es sich um ein endogenes Neuropeptid aus 28 Aminosäuren. Seine Signale laufen über VPAC-Rezeptoren, darunter VPAC1. Aviptadil ist die synthetische Form derselben Sequenz, mit der klinische Studien arbeiten.
Die Bindung an VPAC-Rezeptoren setzt eine Kette in Gang: Rezeptoraktivierung, Signalweiterleitung und eine messbare Antwort der Zielzelle. Das macht VIP zu einem gut untersuchbaren Modell für peptiderge Signalwege, mit einer besonderen Verbindung aus neuronaler Signalrolle und direkter Wirkung an epithelialen und vaskulären Zielzellen.
VPAC1 und die Sprache der Atemwegsschleimhaut
In menschlichen Bronchialepithelzellen lässt sich die Aktivierung von VPAC1 besonders anschaulich untersuchen. Wird der Rezeptor durch VIP aktiviert, kommt es zu einer CFTR-abhängigen Chloridsekretion (Untersuchung an menschlichen Bronchialepithelzellen). Aus dem Peptidsignal wird damit ein konkreter Transportvorgang an der Zelloberfläche.
CFTR ist ein Chloridkanal. Gelangt Chlorid durch ihn in den Flüssigkeitsfilm der Atemwege, folgt Wasser osmotisch nach. So entsteht eine hydratisierte Oberfläche, die für die Funktion des Atemwegsepithels wichtig ist. Diese Kopplung von Rezeptor und Ionenkanal ist der eigentliche interessante Punkt: Ein kleines Peptid kann die Sekretionsmaschinerie einer Epithelzelle direkt ansprechen.
Der beschriebene Befund stammt aus Experimenten mit menschlichen Bronchialepithelzellen. Eine verbesserte Lungenfunktion beim Menschen ist damit nicht belegt.
Gefäßregulation: Der vasoaktive Anteil
Der Begriff vasoaktiv weist auf die Wirkung an Blutgefäßen hin. VIP kann an glatten Muskelzellen der Gefäßwand eine Erweiterung fördern. In der Lunge ist dieser Mechanismus besonders relevant, weil der Widerstand der Lungengefäße den Blutfluss durch das Kapillarbett mitbestimmt.
Eine prospektive Pilotstudie an acht Patientinnen und Patienten mit pulmonaler Hypertonie untersuchte inhaliertes VIP. Unmittelbar nach der Inhalation berichtete die Studie Verbesserungen der pulmonalen Hämodynamik; die Belastungsmaße verbesserten sich in späteren Verlaufsuntersuchungen (Pilotstudie zu inhaliertem VIP).
Die Untersuchung war klein und hatte keine unabhängige randomisierte Placebogruppe. Ihre Ergebnisse sind ein explorativer Hinweis auf einen pharmakologischen Effekt, aber keine gesicherte krankheitsmodifizierende Wirksamkeit.
Aviptadil: Mechanismus trifft klinische Prüfung
Die synthetische Form Aviptadil wurde in der TESICO-Studie bei Erwachsenen mit COVID-19-assoziierter akuter hypoxämischer Ateminsuffizienz geprüft. Für den Aviptadil-Vergleich wurden 471 Teilnehmende randomisiert; 461 gingen in die modifizierte Intention-to-Treat-Analyse ein.
Intravenöses Aviptadil verbesserte die klinischen Ergebnisse bis Tag 90 nicht signifikant gegenüber Placebo (TESICO-Studie). Das Ergebnis gilt für diese schwere COVID-Population und die intravenöse Formulierung. Es zeigt, dass ein gut begründeter Rezeptorweg und ein belegter klinischer Nutzen in einer bestimmten Situation zwei verschiedene Dinge sein können.
VIP für die Forschung: Rezeptorbiologie im Überblick
VIP verbindet ein klar definiertes Neuropeptid mit einem gut beschriebenen VPAC-Rezeptorweg in menschlichen Bronchialepithelzellen und einer vasoaktiven Komponente. Damit ist es ein interessantes Modellpeptid für peptiderge Signaltransduktion, epitheliale Sekretion und vaskuläre Regulation. Wer die Biologie von VIP untersucht, trifft auf ein Peptid, dessen Mechanismen bis auf die Ebene von Rezeptor und Ionenkanal nachvollziehbar sind.
VIP ist im Shop als Variante mit 10 mg pro Vial erhältlich. Jetzt VIP bestellen und das Peptid für das eigene Forschungsvorhaben auswählen.