Spezifikation
| Bezeichnung | Epithalon (Epitalon, AEDG) |
| Sequenz | Ala-Glu-Asp-Gly (Tetrapeptid) |
| Molekulargewicht | ≈390 Da |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 10 mg, 50 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke (100 mg gesamt) |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
Wirkmechanismus
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid, das in der Forschung vor allem im Zusammenhang mit Telomerbiologie und zellulärem Altern untersucht wird. Telomere schützen die Chromosomenenden; ihre Verkürzung im Laufe der Zellteilungen korreliert in Modellen mit replicativer Seneszenz. Telomerase, unter anderem über die Untereinheit hTERT, kann telomerische DNA verlängern. In Zell- und Gewebsmodellen wird Epithalon genutzt, um Zusammenhänge zwischen Peptidsignalen, Telomeraseaktivität und der Stabilität der Telomerlänge zu charakterisieren. Wer Epithalon kaufen möchte, erhält das Tetrapeptid mit 10 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Das Lyophilisat wird im Labor mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel rekonstituiert. Dabei wird das Lösungsmittel langsam an der Gefäßwand zugegeben und die Zubereitung vorsichtig gemischt, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Aufgrund der kurzen Sequenz löst sich Epithalon in der Regel zügig. Die entstandene Lösung wird zeitnah verarbeitet, da Peptide in gelöster Form empfindlicher auf Umgebungseinflüsse reagieren. Bis zur Verwendung wird das Reagenz vor direkter Lichteinwirkung geschützt. Konzentration und Volumen legt das durchführende Labor im eigenen Protokoll fest.
In-vitro-Forschung
In der In-vitro-Forschung dient Epithalon als definiertes Referenzpeptid für Alterungs- und Langlebigkeitsstudien an Zelllinien. Typische Endpunkte sind Telomeraseaktivität, Expression von hTERT, Telomerlänge per qPCR oder TRF-Analyse sowie Seneszenzmarker wie p16 oder SA-β-Gal. Fibroblasten- und Epithelzellkulturen werden häufig eingesetzt, um Replikationsgrenzen und stressinduzierte Alterungspfade zu vergleichen. Epithalon lässt sich in definierte Verdünnungsreihen bringen, um dosisabhängige Effekte auf Telomer- und Zellzyklusparameter in kontrollierten Assays zu prüfen.
Qualität und Analytik
Jede Charge von Epithalon wird per HPLC auf ihre Reinheit geprüft; der Gehalt liegt bei ≥99 %. Ergänzend bestätigt eine Identitätsprüfung die Tetrapeptidsequenz Ala-Glu-Asp-Gly. Die Ergebnisse werden chargenbezogen dokumentiert. Diese analytische Charakterisierung unterstützt reproduzierbare In-vitro-Experimente, wenn Telomer- und Seneszenzparameter zwischen Messreihen verglichen werden sollen.
Verfügbare Mengen pro Vial: 10 mg, 50 mg. Box mit 10 Vials.