Spezifikation
| Bezeichnung | KPV (Lysine-Proline-Valine) |
| Sequenz | Lys-Pro-Val |
| Molekulargewicht | 342,48 Da |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 10 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
Wirkmechanismus
KPV ist ein kurzes Tripeptid aus den Aminosäuren Lysin, Prolin und Valin. In der Literatur wird es in entzündungsbiologischen Zellkulturmodellen beschrieben. Untersucht werden dabei Signalwege der Entzündungsmodulation sowie die Reaktionen von Zellen auf das Tripeptid in vitro. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie Zellkulturen auf definierte Reize reagieren und welche Botenstoffe dabei gebildet oder gehemmt werden. Als Referenzpeptid erlaubt KPV den Vergleich verschiedener Versuchsansätze innerhalb eines Labors und dient der Charakterisierung zellulärer Signalwege in kontrollierten Modellen. Wer KPV kaufen möchte, erhält das C-terminale alpha-MSH-Tripeptid mit 10 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Für die Rekonstitution wird das Lyophilisat im Labor mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel versetzt. Das Lösungsmittel wird vorsichtig an der Gefäßwand zugegeben; anschließend wird gemischt, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Die entstandene Lösung wird zeitnah verarbeitet, da Peptide in gelöster Form empfindlicher auf Umgebungseinflüsse reagieren. Bis zur Verwendung wird das Reagenz vor direkter Lichteinwirkung geschützt. Angaben zu Volumen oder Konzentration sind nicht Teil dieser Beschreibung; die Parameter legt das durchführende Labor im eigenen Protokoll fest.
In-vitro-Forschung
KPV wird in der In-vitro-Forschung als Referenz für entzündungsbiologische Zellkulturmodelle eingesetzt. Typische Anwendungen sind Signalwegs-Assays, in denen die Aktivität entzündungsbezogener Botenstoffe verfolgt wird, sowie Zellkulturversuche zur Reaktion von Zellen auf definierte Stimuli. Das Tripeptid lässt sich aufgrund seiner kurzen Sequenz gut in Verdünnungsreihen einsetzen, sodass Konzentrations-Wirkungs-Beziehungen auf zellulärer Ebene untersucht werden können. Auch für den Vergleich zwischen verschiedenen Zelllinien oder Behandlungsansätzen dient KPV als gut charakterisierte Referenzsubstanz.
Qualität und Analytik
Jede Charge von KPV wird per HPLC auf ihre Reinheit geprüft; der Gehalt liegt bei ≥99 %. Ergänzend bestätigt eine Identitätsprüfung die Sequenz Lys-Pro-Val. Die Ergebnisse werden chargenbezogen dokumentiert. Diese analytische Charakterisierung schafft eine verlässliche Grundlage für die Reproduzierbarkeit von Messreihen und den Vergleich von In-vitro-Ergebnissen zwischen verschiedenen Versuchsreihen.