EL-12· Forschungspeptid
Thymosin Alpha 1
Chargenanalytik · >99 % Reinheit
Abbildung beispielhaft; Aussehen und Verpackung können abweichen. 10 unbeschriftete Vials, Kennzeichnung nur auf der Kit-Verpackung. Maßgeblich ist die gewählte Stärke.
EL-12· Forschungspeptid
Chargenanalytik · >99 % Reinheit
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Tier I · Synthese-QC
Tier I · Synthese-QC
Intern · pro Schritt
RP-HPLC, MS-Konfirmation, Sequenz-Verifikation im Reinraum.
Tier II · In-Process
953
zufrieden
99,41 %
Ø Reinheit 2026
4,8 ★
Shop-Bewertung
EL-12 · Referenzdaten
Immunmodulatorisches 28-AS-Peptid
Synonyme: Thymalfasin · Zadaxin
Thymosin Alpha 1, auch als Thymalfasin bekannt, ist ein Peptid aus 28 Aminosäuren. Seine Primärsequenz trägt am N-Terminus Acetylserin; diese acetylierte Aminosäure ist Teil der Referenzstruktur des Moleküls (Primärsequenzanalyse). Damit ist die molekulare Identität für die immunologische Forschung klar umrissen.
Im Zentrum steht die Kommunikation zwischen angeborener und adaptiver Immunität. Dendritische Zellen erkennen mikrobielle Muster, reifen und geben anschließend Signale an T-Zellen. An dieser Schnittstelle setzen die experimentellen Befunde zu Thymosin Alpha 1 an, und dort wird auch die doppelte Rolle des Peptids sichtbar.
In Versuchen mit pilzexponierten dendritischen Zellen regte Thymosin Alpha 1 die funktionelle Reifung und die Produktion von IL-12 an (Studie an pilzexponierten Dendritzellen). IL-12 ist ein zentrales Signal für Th1-Antworten, die auf Pilze und intrazelluläre Erreger ausgerichtet sind. Die Reifung der Dendritzellen ist dabei entscheidend: Erst präsentieren sie Antigene wirksam und setzen die passenden Zytokine frei.
Mechanistisch verlief diese Reifung über MyD88 sowie die p38-MAPK- und NF-kappaB-Achse. Diese Signalproteine übersetzen Reifungsreize in zelluläre Programme und regulieren unter anderem entzündliche Antworten. Wurden p38 oder NF-kappaB gehemmt, blieb die IL-12p70-Antwort aus. Das zeigt, wie eng die beobachtete IL-12-Produktion an diese Signalwege gekoppelt ist.
Ein aufschlussreicher Unterschied zeigte sich in TLR-transfizierten HEK293-Reporterzellen, die einzelne Toll-like-Rezeptoren tragen. Thymosin Alpha 1 erhöhte dort die IL-8-Ausschüttung über TLR9, sowohl allein als auch zusammen mit CpG. Die TLR2-Antwort wurde dagegen nur in Gegenwart von Zymosan verstärkt.
Damit reagierte TLR9 bereits ohne zusätzlichen CpG-Stimulus, während die TLR2-Verstärkung einen zweiten Reiz benötigte. Diese funktionellen Messungen belegen keine direkte Rezeptorbindung; sie machen aber deutlich, dass die Signalwirkung vom Rezeptor und vom umgebenden Stimulus abhängt.
Im Mausmodell der hämatopoetischen Transplantation wurde geprüft, ob sich dieser zelluläre Effekt in eine gerichtete Immunantwort übersetzen lässt. Bei empfänglichen Tieren, die mit Aspergillus fumigatus infiziert wurden, förderte synthetisches Thymosin Alpha 1 eine Th1-abhängige antimykotische Immunität, beschleunigte die Erholung myeloischer Zellen und schützte vor Aspergillose (Mausmodell zur antimykotischen Abwehr).
Der Befund verbindet die Reifung der Dendritzellen mit einem konkreten Erregerkontext. Die Immunantwort war auf den Pilz ausgerichtet; zugleich erholte sich das myeloische System schneller. Genau diese Verbindung von zellulärer Mechanik und pathogen-spezifischem Ergebnis macht das Modell für die Immunforschung wertvoll.
Thymosin Alpha 1 kann im experimentellen Modell aber auch regulatorische Programme anstoßen. In einer Untersuchung an murinen Dendritzellen induzierte es Expression und Funktion von IDO (IDO-Studie). Dieser Enzymschritt baut Tryptophan ab und kann die Aktivität von T-Zellen begrenzen. Die IDO-Antwort benötigte TLR9- und Typ-I-Interferon-Rezeptor-Signale und mündete in IL-10-Produktion und die Bildung regulatorischer T-Zellen.
Damit wird ein wichtiges Motiv sichtbar: Thymosin Alpha 1 ist kein eindimensionaler Verstärker. Je nach zellulärem Kontext und beteiligtem Rezeptor kann es sowohl entzündungsfördernde als auch toleranzfördernde Programme beeinflussen. Diese Balance ist für die Immunologie besonders interessant, weil sie die Feinabstimmung zwischen Abwehr und Selbstbegrenzung sichtbar macht. Während die IDO-Induktion an murinen Dendritzellen gezeigt wurde, untersuchte dieselbe Arbeit humane und murine Dendritzellen auch auf T-Helfer-Priming und Toleranz.
Einen klinischen Referenzpunkt bildet eine randomisierte japanische Dosisvergleichsstudie bei 316 Personen mit chronischer Hepatitis B. Die Studie verglich zwei aktive Gruppen; biochemische und virologische Antworten wurden erfasst, die Gesamtergebnisse waren ähnlich. Da sie keinen Placebo- oder unbehandelten Arm hatte, lässt sich daraus kein Nutzen gegenüber einer Kontrollgruppe ableiten.
Die TESTS-Phase-3-Studie untersuchte Thymosin Alpha 1 bei Sepsis. Von 1106 randomisierten Erwachsenen gingen 1089 in die modifizierte Intention-to-treat-Analyse ein. Die 28-Tage-Gesamtmortalität lag bei 23,4 Prozent mit Thymosin Alpha 1 und 24,1 Prozent unter Placebo; der Unterschied war nicht signifikant, die Hazard Ratio betrug 0,97.
Der primäre Endpunkt wurde damit nicht erreicht; explorative Subgruppenbefunde begründen keinen allgemeinen Überlebensvorteil. Die experimentellen Befunde zeigen mögliche Signalwege, belegen aber keinen allgemeinen klinischen Nutzen.
Thymosin Alpha 1 ist hier als TA1 10mg und als Thymosin Alpha 1 5 mg erhältlich. Die Angaben bezeichnen den Peptidgehalt pro Vial. Jetzt Thymosin Alpha 1 kaufen und die passende Variante für das Forschungsvorhaben auswählen.
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Tier II · In-Process
Charge · Final
Identität, Reinheit, Wirkstoffgehalt vor Freigabe.
Tier III · Drittlabor
Tier III · Drittlabor
Extern · unabhängig
HPLC, ICP-MS und Mikrobiologie durch akkreditiertes Labor.
Jede Charge wird vor der Auslieferung von einem unabhängigen Labor mittels HPLC analysiert. Wir dokumentieren Reinheit (Ø 99,41 % im Jahr 2026), Massenspektrometrie-Identität und Sterilität. Die Produktion erfolgt nach GMP-Standards in ISO-zertifizierten Laboren.
Thymosin Alpha 1, auch Thymalfasin genannt, ist ein Peptid aus 28 Aminosäuren. Seine Referenzsequenz trägt am N-Terminus Acetylserin; in der Forschung wird es vor allem im Zusammenhang mit dendritischen Zellen und Toll-like-Rezeptoren untersucht.
In experimentellen Systemen mit pilzexponierten Dendritzellen regte Thymosin Alpha 1 die funktionelle Reifung und die Produktion von IL-12 an. IL-12 unterstützt Th1-Antworten; die Reifung versetzt Dendritzellen außerdem besser in die Lage, Antigene zu präsentieren und T-Zellen zu aktivieren.
In TLR-transfizierten Reporterzellen verstärkte Thymosin Alpha 1 die TLR9-Antwort bereits ohne zusätzlichen CpG-Reiz. Für TLR2 war dagegen Zymosan als zweiter Stimulus nötig. Entscheidend ist also der Kontext: Eine Verstärkung lässt sich nicht pauschal auf jeden Toll-like-Rezeptor übertragen.
Die randomisierte japanische Hepatitis-B-Studie verglich zwei aktive Gruppen ohne Placeboarm. Die TESTS-Phase-3-Studie bei Sepsis war placebokontrolliert und fand keinen signifikanten Unterschied in der 28-Tage-Mortalität.
Die Acetylierung gehört zur Referenzstruktur: Thymosin Alpha 1 besteht aus 28 Aminosäuren mit Acetylserin am N-Terminus. Sie prägt die molekulare Identität des Peptids und wird in der Strukturanalyse entsprechend beschrieben.