Spezifikation
| Bezeichnung | Melanotan I (Afamelanotid, NDP-MSH) |
| Sequenz | [Nle4,D-Phe7]-α-MSH (synthetisches α-MSH-Analogon) |
| Molekulargewicht | ≈1,64 kDa |
| Primärer Rezeptor | MC1R (Melanocortin-1-Rezeptor) |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 10 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke (100 mg gesamt) |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
MC1R und Melanogenese
Afamelanotid, im Handel als Melanotan I geführt, ist ein lineares Peptid analog zum natürlichen α-Melanozyten-stimulierenden Hormon (α-MSH). Die Substitutionen an Position 4 (Norleucin) und 7 (D-Phenylalanin) stabilisieren die Helix und verlängern die Rezeptorbindung gegenüber dem Wildtyp-Peptid. Der Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R) sitzt auf Melanozyten und steuert über cAMP die Expression melanogener Enzyme wie Tyrosinase und TRP1. In zellbasierten Modellen und Rezeptor-Overexpression-Systemen dient Melanotan I als definierter Agonist, um MC1R-Signalstärke, Downstream-Phosphorylierung und Pigmentierungsmarker gezielt zu titrieren. Gegenüber breiter wirkenden Melanocortin-Liganden bleibt der Rezeptorfokus auf MC1R klar abgrenzbar. Wer Melanotan 1 kaufen möchte, findet Afamelanotid als linearen MC1R-Liganden mit 10 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Das lyophilisierte Pulver wird im Labor mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel rekonstituiert. Das Lösungsmittel langsam an der Gefäßwand zugeben und vorsichtig mischen, bis sich das Peptid vollständig gelöst hat. Afamelanotid ist lichtempfindlich; die Arbeitslösung wird zeitnah in Assays überführt und bis dahin vor direkter Beleuchtung geschützt. Konzentration und Aliquotierung legt das durchführende Labor im eigenen Protokoll fest.
In-vitro-Forschung
In der In-vitro-Forschung nutzen Labore Melanotan I als Referenzligand in kompetitiven Bindungsstudien und cAMP-Reporter-Assays an MC1R. Melanozyten-Zelllinien und primäre Kulturen erlauben die Verfolgung melanogener Gene und Pigmentierung unter definierter Ligandkonzentration. Strahlungsbiologie und Photobiologie-Modelle setzen Afamelanotid ein, um lichtinduzierte Stresswege und melanozytäre Antworten entkoppelt vom UV-Quantenfluss zu charakterisieren. Membranpräparationen und rekombinante MC1R-Systeme eignen sich für Affinitätsvergleiche mit anderen α-MSH-Analoga. Dank der hohen Reinheit lassen sich Verdünnungsreihen für Konzentrations-Wirkungs-Kurven reproduzierbar ansetzen.
Qualität und Analytik
Jede Charge wird per HPLC auf Reinheit geprüft; der Gehalt liegt bei ≥99 %. Ergänzend bestätigt eine Identitätsprüfung die Peptidsequenz des Afamelanotids. Die Ergebnisse werden chargenbezogen dokumentiert. Diese analytische Basis unterstützt den Vergleich von Messreihen über mehrere Experimente hinweg und die Reproduzierbarkeit von MC1R-Assays im Labor.