Forschungspeptid
Melanotan I 10 mg
Chargenanalytik · >99 % Reinheit
Abbildung beispielhaft; Aussehen und Verpackung können abweichen. 10 unbeschriftete Vials, Kennzeichnung nur auf der Kit-Verpackung. Maßgeblich ist die gewählte Stärke.
Forschungspeptid
Chargenanalytik · >99 % Reinheit
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Tier I · Synthese-QC
Tier I · Synthese-QC
Intern · pro Schritt
RP-HPLC, MS-Konfirmation, Sequenz-Verifikation im Reinraum.
Tier II · In-Process
953
zufrieden
99,41 %
Ø Reinheit 2026
4,8 ★
Shop-Bewertung
Haut ist kein passiver Mantel. Sie liest Licht, verarbeitet Signale und besitzt ein eigenes Botensystem aus Peptidhormonen. Mitten in diesem System steht Melanotan I, international als Afamelanotid und chemisch als NDP-MSH bekannt: ein synthetisches Analogon des Alpha-melanozytenstimulierenden Hormons (Alpha-MSH) aus 13 Aminosäuren.
Sein biologischer Ansatzpunkt ist bemerkenswert klar. Afamelanotid bindet vorwiegend an den Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R) auf Melanozyten und regt dort die Bildung von Eumelanin an, dem braun-schwarzen Hautpigment (europäische Fachinformation zu Afamelanotid). Damit lässt sich ein einzelner Rezeptorweg vom Signal bis zum sichtbaren Pigment verfolgen.
Melanotan I, NDP-MSH und Afamelanotid meinen denselben Wirkstoff. Die Bezeichnungen stammen aus unterschiedlichen Kontexten: Melanotan I aus der Peptidforschung, NDP-MSH aus der Peptidnomenklatur, Afamelanotid aus der Arzneimittelentwicklung. Für die Einordnung ist das hilfreich, denn viele Missverständnisse entstehen allein aus der Namensvielfalt.
Davon zu trennen ist Melanotan II. Es ist ein eigenständiges, ringförmiges Analogon mit anderem Rezeptorprofil und keine Variante von Melanotan I. Wer die beiden Namen nebeneinander liest, sollte sie als zwei verschiedene Moleküle behandeln.
Der MC1R gehört zu den G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. Wird er aktiviert, steigt die Konzentration von cAMP in der Melanozytenzelle. Das schaltet den Transkriptionsfaktor MITF ein, der die Pigmentgene ansteuert, darunter Tyrosinase als zentrales Enzym der Melaninsynthese.
Entscheidend ist, welches Melanin entsteht. Eine kräftige MC1R-Aktivierung begünstigt Eumelanin, das in Melanosomen verpackt und an umliegende Keratinozyten abgegeben wird. Dort legt es sich wie eine absorbierende Schicht über den Zellkern und verteilt Pigment über die Epidermis.
| Eigenschaft | Eumelanin | Pheomelanin |
|---|---|---|
| Farbton | braun bis schwarz | gelb bis rötlich |
| Entstehung | bei kräftiger MC1R-Aktivierung begünstigt | bei schwacher MC1R-Aktivierung begünstigt |
| Lichtverhalten | breit absorbierend, photostabil | unter UV weniger photostabil |
Dass dieser Pigmentweg medizinisch relevant sein kann, zeigt sich an einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Bei der erythropoetischen Protoporphyrie (EPP) ist das letzte Enzym der Häm-Biosynthese, die Ferrochelatase, vermindert aktiv. Dadurch sammelt sich Protoporphyrin IX an, unter anderem in Erythrozyten, Plasma und Haut.
Protoporphyrin IX ist lichtempfindlich. Schon kurze Bestrahlung mit sichtbarem Licht kann phototoxische Reaktionen auslösen, die sich als brennender Schmerz bemerkbar machen, oft innerhalb von Minuten. Sichtbare Hautveränderungen sind dabei nicht zwingend, was die Erkrankung im Alltag schwer greifbar macht.
Genau hier wurde Afamelanotid klinisch untersucht, und zwar in einer spezifischen Formulierung: einem Implantat, das den Wirkstoff kontinuierlich freisetzt. Die europäische Zulassung bezieht sich auf die Vorbeugung phototoxischer Reaktionen bei Erwachsenen mit EPP; die US-Zulassung auf eine verlängerte schmerzfreie Lichtexposition bei Erwachsenen mit EPP-assoziierten phototoxischen Reaktionen (US-amerikanische Zulassungsunterlagen zu Scenesse). Diese Einordnung gilt für das geprüfte Implantat.
Zwei randomisierte, placebokontrollierte Studien untersuchten die Formulierung bei Erwachsenen mit EPP, eine in Europa mit 74 und eine in den USA mit 94 Teilnehmenden. Erfasst wurde die kumulierte schmerzfreie Zeit im direkten Sonnenlicht über den gesamten Beobachtungszeitraum, nicht ein Wert pro Tag (randomisierte Afamelanotid-Studien bei EPP).
In der US-Studie lag der Median über sechs Monate bei 69,4 Stunden mit Afamelanotid gegenüber 40,8 Stunden mit Placebo. In der europäischen Studie betrug der Median über neun Monate 6,0 gegenüber 0,8 Stunden. Die Protokolle unterscheiden sich, deshalb sind die Zahlen nicht direkt miteinander vergleichbar.
Neben der Lichtzeit verbesserte sich in den Studien die krankheitsspezifische Lebensqualität. Die Befunde gelten für Erwachsene mit EPP, für das untersuchte Implantat und für die jeweiligen Beobachtungsbedingungen; auf gesunde Haut oder andere Lichtdermatosen lassen sie sich nicht übertragen. Eine kosmetische Bräunungsindikation ist mit diesen Daten nicht verbunden.
Was Melanotan I für die Forschung interessant macht, ist die Klarheit des Modells: ein Peptid aus 13 Aminosäuren, ein vorwiegend genutzter Rezeptor, ein gut beschriebener Weg bis zum Pigment. Wer Pigmentbiologie, MC1R-Signalwege oder die Rolle von Eumelanin untersucht, findet hier einen überschaubaren und gut dokumentierten Ausgangspunkt.
Melanotan I 10 mg enthält 10 mg Wirkstoffmasse pro Vial; die Variante MT-1 10 mg lässt sich direkt im Shop auswählen. Die Angabe meint die Masse des Inhalts, nicht eine Konzentration und keine Anwendungsmenge. Jetzt Melanotan I 10 mg kaufen und die Variante im Shop ansehen.
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Tier II · In-Process
Charge · Final
Identität, Reinheit, Wirkstoffgehalt vor Freigabe.
Tier III · Drittlabor
Tier III · Drittlabor
Extern · unabhängig
HPLC, ICP-MS und Mikrobiologie durch akkreditiertes Labor.
Jede Charge wird vor der Auslieferung von einem unabhängigen Labor mittels HPLC analysiert. Wir dokumentieren Reinheit (Ø 99,41 % im Jahr 2026), Massenspektrometrie-Identität und Sterilität. Die Produktion erfolgt nach GMP-Standards in ISO-zertifizierten Laboren.
Ja. Melanotan I, NDP-MSH und Afamelanotid bezeichnen denselben synthetischen Wirkstoff, ein Analogon des Alpha-MSH aus 13 Aminosäuren.
Melanotan II ist ein eigenständiges, ringförmiges Analogon mit anderem Rezeptorprofil. Die beiden Substanzen sind keine Varianten voneinander und werden in der Forschung getrennt betrachtet.
Der MC1R sitzt auf Melanozyten und steuert die Bildung von Eumelanin. Afamelanotid setzt vor allem an diesem Rezeptor an, was sein pigmentbiologisches Profil prägt; eine ausschließliche Rezeptorbindung ist damit nicht gemeint.
Erfasst wurde die schmerzfreie Zeit im direkten Sonnenlicht über den gesamten Beobachtungszeitraum, sechs Monate in der US-Studie und neun Monate in der europäischen Studie. Die Zahlen sind Summen und keine tägliche Expositionsdauer.
Sie bezeichnet die Wirkstoffmasse pro Vial. Es handelt sich weder um eine Konzentration noch um eine Anwendungs- oder Dosierungsangabe.