Spezifikation
| Bezeichnung | Melanotan II (MT-2, Melanotan 2 Acetate) |
| Sequenz | Ac-Nle-cyclo(-Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys-)-NH2 |
| CAS-Nummer | 121062-08-6 |
| Molekulargewicht | 1,024 kDa |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Stärke je Vial | 10 mg |
| Boxinhalt | 10 Vials mit identischer Stärke |
| Reinheit | ≥99 % (HPLC) |
Wirkmechanismus
Melanotan II ist ein zyklisches Melanocortin-Analog mit einer Lactam-verbrückten Ringstruktur, die es von linearen Peptiden unterscheidet. In der Fachliteratur wird es in pigmentierungsbiologischen Zellkulturmodellen beschrieben; untersucht werden Melanocortin-Rezeptor-Interaktionen und die Regulation der Melaninbildung auf zellulärer Ebene. Als definiertes Referenzpeptid unterstützt es den Aufbau vergleichbarer Versuchsreihen, in denen Rezeptorinteraktion, Signaltransduktion und der Melaningehalt von Zellkulturen erfasst werden. Die Lactam-Brücke stabilisiert die Ligandenform für wiederholbare Bindungs- und Reporterassays. Wer Melanotan 2 kaufen möchte, erhält das zyklische Heptapeptid mit 10 mg je Vial.
Rekonstitution und Handhabung
Das Lyophilisat wird im Labor erst unmittelbar vor dem Einsatz mit einem geeigneten sterilen Lösungsmittel rekonstituiert. Die entstehende Lösung wird zeitnah verarbeitet und während der Handhabung vor direkter Lichteinwirkung geschützt. Angaben zu Volumen und Konzentration ergeben sich aus der Versuchsplanung der durchführenden Einrichtung; dieses Datenblatt enthält dazu keine Vorgaben. Saubere Arbeitsbedingungen, kalibrierte Pipetten und die Verarbeitung innerhalb einer Versuchsreihe fördern reproduzierbare Ergebnisse. Aliquots werden mit Zeitpunkt und Verdünnung im Laborprotokoll festgehalten.
In-vitro-Forschung
Für Melanotan II werden in der In-vitro-Forschung positive Befunde aus pigmentierungsbiologischen Zellkulturmodellen und aus Studien zu Melanocortin-Rezeptoren beschrieben. Typische Ansätze arbeiten mit Melanozytenkulturen, in denen Melaninsynthese, Tyrosinase-Aktivität und nachgeschaltete Signalwege erfasst werden. Reporterassays quantifizieren Melanocortin-Signale parallel zur Pigmentierung. Die definierte Reinheit und die chargenbezogene Prüfung machen das zyklische Analog zu einem reproduzierbaren Bezugspunkt für Vergleichsreihen und Positivkontrollen in kontrollierten Versuchsanordnungen.
Qualität und Analytik
Jede Charge wird per HPLC auf Reinheit geprüft und erreicht ≥99 %. Eine ergänzende Identitätsprüfung bestätigt die zyklische Struktur des Melanocortin-Analogs. Die Analytik erfolgt chargenbezogen und gilt einheitlich für sämtliche Vials einer Box; die Ergebnisse werden je Charge dokumentiert. Abweichungen von der Spekifikation werden vor der Chargenfreigabe bewertet. Die Identitätsprüfung bestätigt zusätzlich die zyklische Ringstruktur des Analogs.